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AdobeDRM
 

DRM Digital Rights Management
Die Digitale Rechteverwaltung dient dazu die Nutzung und Verbreitung digitaler Medien zu kontrollieren. DRM ermöglicht es kommerziellen Anbietern Lizenzen für die Nutzung der geschützen Werke zu verkaufen.

AdobeDRM
Lösung der Firma Adobe Inc für das DRM.

Adobe Digital Editions
Software zum Betrachten und Verwalten von DRM-geschützen (kopiergeschützen) eBooks.

ACSM-Datei
Enthalten Informationen über den Kopierschutz (DRM) und Downloadserver (Adobe Content Server), die es der Software ermöglicht, die geschützten PDF- und ePub-Formate herunterzuladen.

 

Rechtliche Situation in Deutschland (Stand 2012)

Buchkauf

eBook-Kauf

  • Käufer/Leser erwirbt Gegenstand => Besitz
  • Eigentümer kann Buch verschenken, weiterverkaufen, usw.
  • Käufer/Leser erwirbt Nutzungsrecht am gekauften "digitalen-Werk"
  • Nutzungsrechte werden in den Nutzungsbedingungen der Anbieter definiert
  • DRM schützt Verlage vor unrechtmässiger Vervielfältigung der digitalen Werke
  • Nutzungsrechte schränken die Rechte ein im Bereich: nicht weiterverkaufen, nicht ausleihen, nicht verschenken, nicht drucken, nicht kopieren
  • Die Rechte des Käufers werden bei fast gleichen Preisen massiv eingeschränkt
  • Rechtslage noch nicht vollumfänglich geklärt

 

 

Rechtliche Situation in der Schweize (Quelle NZZ 31.Januar 2013)

Frage: Darf man den Kopierschutz von eBooks umgehen, damit man sie auch anderen zum Lesen geben kann? Anleitungen, wie das zu tun ist , finden sich leicht im Internet. Ist ein solches Tun aber legal?

Antworten der Expterten

Pro Litteris, der Schweizerischen Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst

Nachfrage deshalb bei Pro Litteris, der Schweizerischen Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst. Kathrin Bütikofer von der Rechtsabteilung kennt die Frage: «Es ist erlaubt, den Schutzmechanismus zu umgehen, solange die derart ‹befreiten› E-Books nur privat verwendet werden.» Im Urheberrechtsgesetz heisst es zwar, dass «technische Massnahmen zum Schutz von Werken und anderen Schutzobjekten» nicht umgangen werden dürfen. Private Nutzung ist aber laut Pro Litteris durch folgende Einschränkung im Gesetz abgedeckt: «Das Umgehungsverbot kann gegenüber denjenigen Personen nicht geltend gemacht werden, welche die Umgehung ausschliesslich zum Zweck einer gesetzlich erlaubten Verwendung vornehmen.» Damit ist die Herstellung von privaten Kopien gemeint.

Urheberrechts-Spezialist Mathis Berger

Der Zürcher Urheberrechts-Spezialist Mathis Berger bestätigt diesen Befund: «Der Nutzer eines Werks, der sich auf Privat- oder Eigengebrauch berufen kann, darf den DRM-Schutz umgehen, ohne dass sich der Rechteinhaber dagegen zur Wehr setzen kann.» Allerdings müsse der Nutzer diese Manipulation selber vornehmen, ein Händler oder ein öffentlicher Anbieter könne sich nicht auf diesen Artikel berufen.Es ist also verboten, Vorrichtungen, Erzeugnisse oder Dienstleistungen anzubieten «mit dem Ziel der Umgehung wirksamer technischer Massnahmen». Deshalb kann an dieser Stelle auch nicht erklärt werden, was man genau tun muss, um die Freude bei der Lektüre von DRM-geschützten E-Books mit anderen zu teilen.

 

 

Bildliche Darstellung AdobeDRM (Kompliziertes einfach erklärt von Rolf Mérioz)

 

  1.  Der Kunden kauft einen eBook-Reader in seiner Buchhandlung
  2. Der Kunde erstellt sich eine AdobeID
  3. Der AdobeDRM-Server erstellt daraufhin eine Kombination von Schloss und Schüssel für diese AdobeID

 

  1. Der Kunden authorisiert seine Sony-/Adobe Readersoftware mit der AdobeID, die er vorgängig erstellt hat
  2. Der AdobeDRM-Server sucht für diese AdobeID die passende Schloss und Schlüsselkombination und schickt den Schüssel zur Reader-Software

 

  1. Der Kunden kauft ein eBooks im Shop seiner  Buchhandlung
  2. Das eBook wird daraufhin von eBook-Server bereitgestellt
  3. Der Kunde erhält daraufhin einen Link, wenn er diesen anklickt, dann wird eine ACSM-Datei heruntergeladen
  4. Die ACSM-Datei enhält Informationen zum DRM-Schutz, usw. Über diese Datei wird auch die Readersoftware nach der AdobeID abgefragt.
  5. Mit dieser Information weiss der AdobeDRM-Server, welches Schloss er für das eigentliche eBook verwenden muss und sichert diese dann damit
  6. Nun beginnt der eigentliche Download des eBooks in die Readersoftware
  7. Möchte der Käufer/Leser das eBook lesen, dann wird es mit dem in der Readersoftware hinterlegten Schlüssel entsperrt

 

Umgehung des DRM-Schutzes

Mit den im Internet angebotenen DRM-Knackprogrammen kann ein bereits auf der Readersoftware vorhandendes eBooks, für welches die Readersoftware den korrekten Schlüssel hat, ohne DRM-Schutz neu abgespeichert werden. Das Knacken von "fremden" eBooks mit DRM-Schutz ist so nicht möglich.

 

Hintergrundinfos zum DRM-Schutz

Der Ablauf beim Bereitstellen von eBooks mit DRM ist etwas komplizierter als in den obigen Abbildungen beschrieben. Die eBooks werden vor dem Download mit einem symetrischen Verschlüsselungsverfahren (AES) verschlüsselt. Der Schlüssel, der für das symmetrische Verfahren verwendet wurde wird danach mit einem asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren (Public-Key Verfahren) ebenfalls verschlüsselt (öffentlicher Schlüssel). Nach dem Download des eBooks kann dieser Schlüssel mit dem privaten Schlüssel des Publik-Key Verfahrens entschlüsselt werden, danch wird das eBook mit dem symetrischen Schlüssel entschlüsselt. Der Grund für zwei Schlüssel ist der Geschwindkgkeitsvorteil bei grossen Datenmengen des symmetrischen Verfahrens und der einfachere Schlüsselaustausch beim Public-Key Verfahren.

 

Übersicht DRM-Systeme (eBook-Marktplätze)

Anbieter

DRM-System

Apple iBookstore

FairPlay System

Amazon Kindle

Modifiziertes Mobipocket-Format

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